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David Rhodes: “Eine Solo-Tour ist viel schwieriger, als mit Peter Gabriel oder Kate Bush zu spielen”

Er tourt mit Peter Gabriel oder Kate Bush – und kommt jetzt für vier Solo-Konzerte nach Österreich. David Rhodes ist wohl einer der begnadetsten Session- und Live-Musiker der Gegenwart. Ab 13-OKT präsentiert er sein neues Solo-Album Rhodes in Salzburg, Wien, Kufstein und Dornbirn. Das WEGOTIT-Interview:

Was dürfen sich die Fans bei Ihren Österreich-Konzerten erwarten?
Die Songs meiner beiden Alben. Wir sind eine Drei-Mann-Band, also wird es sehr rockig und sehr sehr laut! Meine neue CD Rhodes bietet eine Mix aus Heavy-Grooves und sehr feinfühligen Melodien. Ein Leckerbissen für Musik-Fans. Und nach den Konzerten gibt es die Show dann auch gleich als CD zu kaufen!

Spielen Sie live auch die Songs von Peter Gabriel oder Kate Bush?
Nein, denn die singen das ja viel besser als ich (lacht). Dazu möchte ich ja nicht als Cover-Band auftreten und bin froh wenn ich mal andere Songs spielen darf.

Vor dieser Tour spielten Sie mit Kate Bush. Danach kommt die Tournee mit Peter Gabriel. Wie schwer ist die Umstellung?
Dass meine Solo-Tour so knapp nach Kates Konzerten startet ist schon schwierig, weil es kaum Zeit zum Proben gibt. Ich spiele mit ihr bis 1. Oktober, dann hetze ich zu den Proben und schon am 6. 10. startet die Tour. Die Gabriel-Konzerte sind easy. Das ist schon Routine weil wir damit ja schon länger touren. Kate war schon eine Herausforderung, weil da auf der Bühne ja so viel passiert.

Mit Kate Bush oder Peter Gabriel spielen Sie vor zig-tausenden Fans. Solo im kleinen Rahmen. Warum tun Sie sich das an?
Ich liebe es zu singen und ich liebe es zu spielen. Und es ist cool etwas auf die eigene Faust zu unternehmen. Wo ich das Sagen habe und nicht nur ein Rädchen im System bin. Das ist extrem spannend und auch viel schwieriger als bei anderen mit zu spielen. Dort habe ich ja eine gewisse Rolle zu erfüllen und bin mehr oder weniger bloß ein Puzzlestein.

Die Comeback-Konzerte von Kate Bush gelten als die aufregendsten Konzerte seit Jahren. Wie ist es Teil solch einer Sensation zu sein?
Das ist wunderbar. Die Show ist derart atemberaubend. Wobei selbst habe ich sie natürlich nie gesehen (lacht). Aber die Visualisierung ist großartig, die Band sowieso und singt einfach wunderschön. Dazu habe noch nie zuvor so eine Euphorie der Fans erlebt. Denn niemand hatte wohl gedacht dass es je dazu kommt.

Wie kam’s dazu, dass Sie bei ihrer Before The Dawn Show dabei sind?
Ich bekam ein email ihres Mangers mit der Bitte ihn anzurufen. In seiner Signatur stand Manager für Underworld und Kate Bush. Und ich dachte: Wow: wie cool wäre es mal mit Underworld auf Tour zu gehen, denn niemand dachte, dass Kate Bush je wieder live spielen würde. Ich rief ihn an und er sagte mir, dass es um Kate Bush geht und dass sie mich morgen so gegen 10 Uhr Vormittags gerne anrufen würde. Ich war damals gerade mit Peter Gabriel in Düsseldorf auf Tour und hatte im Stress auf den Anruf fast vergessen. Mein Handy läutete. Unterdrückte Nummer. Und das bedeutet ja meist nichts gutes: Eine Bank oder andere Geldeintreiber. Ich hob genervt ab: „Was wollen sie!“ Und sie hauchte erschreckt: „Hi, this is Kate“. Ich habe mich dann 10 Minuten lang nur entschuldigt (lacht).

Wie lang zuvor werden Sie für solche Tourneen gebucht?
Meist ein Jahr zuvor. Weil da eine irrer Verwaltungs-Aufwand dahinter steckt. Mein erster Kontakt mit Kate Bush war im Oktober 2013, die ersten kleinen Rehearsals im März und die echten Tourproben dann ab April.

War es das dann mit Kate Bush live, oder kommt doch noch eine USA oder Europa-Tour?
Nein, das war es! Da kommt nichts mehr. Außer der DVD, die wir bei zwei Konzerten aufgezeichnet haben.

Das sind die Tourdaten von David Rhodes:
13-OKT Salzburg, Rockhouse
14-OKT Wien, WUK
15-OKT Kufstein, Kulturfabrik
16-OKT Dornbirn, Spielboden

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